(Neo-)Linguizistische Praxen in der Migrationsgesellschaft und ihre Bedeutung für das Handlungsfeld ‚Deutsch als Zweitsprache‘
DOI:
https://doi.org/10.17192/obst.2018.93.8842Schlagwörter:
Linguizismus, Neolinguizismus, Kolonialismus, Deutsch als ZweitspracheZusammenfassung
Sprache ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern korrespondiert auch mit einer symbolischen gesellschaftlichen Position(ierung): Jenseits vom Inhalt des Gesagten findet eine Verhältnissetzung von Sprecher_innen zu Sprecher_innen anderer Sprachen und Sprechweisen (Stichwort: Dialekt, Soziolekt, Akzent) statt. Diese Differenzsetzungen werden diskursiv vermittelt und weisen Bezüge zu linguizistischen Traditionen auf. Ausgehend von kolonialen linguizistischen Praxen zeigt der Artikel auf, wie anhand (neo-)linguizistischer Praxen in der gegenwärtigen amtlich deutschsprachigen Migrationsgesellschaft Österreich mit neuen sprachlichen Differenzsetzungen Ausschlüsse erzeugt werden. Dabei wird die machtabhängige Beweglichkeit symbolischer Markierungen von Sprecher_innen skizziert. Auf dieser Basis wird schließlich die Involviertheit des Professionalisierungsbereichs ‚Deutsch als Zweitsprache‘ in (neo-)linguizistische Differenzsetzungen diskutiert
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