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          <dc:title>Von betenden Avataren in virtuellen Welten. Methodologische und methodische Überlegungen zur religionswissenschaftlichen Forschung in virtuellen 3D Welten</dc:title>
          <dc:description>Spätestens seit dem ‚Medienhype’ im Jahr 2007 dürfte vielen Menschen die virtuelle Welt ‚Second Life’ (SL) ein Begriff sein. Es war die Rede vom „Digitalen Maskenball“ i, den die Menschen in SL veranstalten würden und die virtuelle Mafia stand ebenso wie das digitale Studium ii im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Printmedien. Nach einer anfänglichen Euphorie, in der SL teilweise als ein neues Utopia stilisiert wurde, kehrte sich die Berichterstattung bald ins Gegenteil um. iii Nun war die Rede von verödeten virtuellen Landschaften, in denen kaum Menschen anzutreffen seien. Auch die zuvor noch bewunderten Chancen im unternehmerischen Bereich wurden nun als Spinnereien und Zeitverschwendung abgetan. Jenseits des mittlerweile abgeebten Medienhypes bleibt jedoch zu fragen, wie Menschen, die regelmäßig in virtuellen 3D Welten besuchen, diese nutzen und welche Kommunikations- und Aushandlungsprozesse dort stattfinden. Wie erste Untersuchungen belegen konnten iv, stellen solche soziokulturellen Austauschprozesse einen der wichtigsten Faktoren innerhalb dieser Welten dar. Die daraus resultierenden Fragstellungen ergeben daher ein neues, spannendes Feld für kulturwissenschaftlich orientierte Forschung. Auch die Religionswissenschaft sollte dieses noch junge Forschungsfeld nicht außer Acht lassen, denn nicht nur SL, sondern auch weitere virtuelle 3D Welten v bieten den Wissenschaftlern ein breites Spektrum Untersuchungsperspektiven. In vielen dieser Welten zählen religiöse Gemeinschaften zu den Pionieren vi, die den virtuellen Raum für sich erobert haben. Es finden regelmäßige Treffen statt, bei denen über religiöse Themen gesprochen wird und in vielen Fällen ist zu beobachten, dass auch die religiöse Praxis zumeist in Form von Online-Ritualen Einzug in die virtuellen Welten gefunden hat. So stellen religiöse Vergemeinschaftungs-formen ebenso wie einzelne religiöse Akteure mit ihren diskursiven Aushandlungs- und Deutungsprozessen von Religiosität in virtuellen Welten einen spannenden und lohnenden Untersuchungsfokus für religionswissenschaftliches Arbeiten dar. Dies setzt allerdings voraus, dass Forscher bereit sind, bekannte Forschungsfelder und -methoden zu verlassen und sich auf virtuelles Neuland zu begeben.</dc:description>
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