Co-Teaching in CLIL
Lehren und Lernen unter (Nicht-)Expert:innen
DOI:
https://doi.org/10.17192/ziaf.2025.5.1.8791Schlagwörter:
komplementäres Co-Teaching, CLIL, Mathematik, In-situ-Interaktion, Wir-GefühlZusammenfassung
Diese Studie befasst sich mit Co-Teaching im CLIL-Kontext (Content and Language Integrated Learning), insbesondere mit der Zusammenarbeit zwischen Sprach- und Fachlehrkräften in einem universitären Mathematik-Fachsprachenkurs. Es werden In-situ-Interaktionen innerhalb unterschiedlicher Co-Teaching-Teams mittels qualitativer Inhaltsanalyse von Unterrichtsaufzeichnungen und ergänzenden Stimulated-Recall-Interviews untersucht und deren Multiperspektivität und Kompetenzentwicklung analysiert. Die Studie untersucht, wie Teams unterschiedliche Expertisen koordinieren und Rollen in kooperativen Lehr-Lernsituationen aushandeln. Die Analyse zeigt, dass Co-Teaching in diesem Kontext gegenseitiges Lernen fördert, wobei sich die Lehrkräfte als Wissensressourcen nutzen und Ansätze einer gemeinsamen Unterrichtsidentität („we-ness“) entwickeln. Die Ergebnisse legen nahe, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Überwindung starrer Rollenverteilungen beitragen kann.