Kooperative Lernsequenzen unter mehrsprachiger Perspektive

Code-Switching in Peer-Interaktionen

Autor/innen

  • Alexandra Schiesser Pädagogische Hochschule Zug
  • Nadine Nell-Tuor Pädagogische Hochschule Zug

DOI:

https://doi.org/10.17192/ziaf.2025.5.1.8798

Schlagwörter:

Kooperatives Lernen, Mehrsprachigkeit, Peer-Interaktionen, Code-Switching, Safe Houses

Zusammenfassung

Im vorliegenden Artikel wird die Frage fokussiert, inwiefern Schüler:innen in kooperativen Lernsequenzen andere Sprachen als Deutsch verwenden. Seitens Didaktik besteht eine Forderung nach Wertschätzung der Mehrsprachigkeit der Schüler:innen im Klassenzimmer, mit deren Organisation normalerweise die Lehrperson betraut ist (Gürsoy 2010; Gantefort & Maahs 2020). Doch wie steht es um die Sprachenvielfalt in der Schule, wenn die Lehrperson nicht ins Lehr-/Lerngeschehen involviert ist? Die empirische Basis des Artikels bilden Daten, welche im Rahmen des Projekts „Kooperieren und Kommunizieren“ (Nell-Tuor 2019; Nell-Tuor & Schiesser 2025) erhoben wurden. Das Code-Switching unter Schüler:innen wird aus gesprächsanalytischer Perspektive untersucht. Die Ergebnisse der Analyse deuten darauf hin, dass mehrsprachige Kinder sowohl adressaten- als auch diskursorientiert (Auer 1998) zwischen Sprachen und Varietäten switchen, womit beziehungs- wie auch aufgabenbezogene Funktionen erfüllt werden. Überdies geben die Daten Hinweise darauf, dass das Setting des kooperativen Lernens die Nutzung mehrsprachiger Kompetenzen begünstigt (Ellwood 2008; Unamuno 2008).

Veröffentlicht

15-12-2025 00:00