Zur Kooperation in informellen L2-Lernsettings

Funktionen von Code-Switching in Sprachtandems und Peer-Interaktionen

Autor/innen

  • Alexandra Gubina Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
  • Sophia Fiedler Leibniz-Institut für Deutsche Sprache

DOI:

https://doi.org/10.17192/ziaf.2025.5.1.8907

Schlagwörter:

Code-Switching, Kooperation, conversations-for-learning, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Konversationsanalyse für den Zweitspracherwerb, Interaktionale Linguistik

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag widmet sich Code-Switching im DaFZ-Erwerb in conversations-for-learning (Kasper & Kim 2015) bzw. in informellen L2-Lernsettings – konkret in Sprachtandems zwischen L1- und L2-Sprechenden sowie in L2-Alltagsinteraktionen zwischen DaFZ-Lernenden (teilweise mit L1-Sprechenden). Wir zeigen, dass Code-Switching in unseren Daten zur Ausführung von vier Funktionen eingesetzt wird: (1) Einholung sprachbezogener Hilfestellung bei Wortsuchen, (2) Rückversicherung, (3) Verständnissicherung bzw. Worterklärungen und (4) didaktisch-kontrastive Erklärungen durch Analogiebildung zwischen dem Deutschen und einer weiteren Sprache. Abschließend diskutieren wir, inwiefern Code-Switching als kooperative Praktik gelten kann und wie der Wechsel in andere Sprachen Gelegenheiten zum Sprachenlernen schaffen kann; zudem skizzieren wir mögliche Fragestellungen für die zukünftige Forschung.

Veröffentlicht

15-12-2025 00:00