Sprachliche Praktiken zur Herstellung von Intersubjektivität in mündlichen Paarprüfungen

Autor/innen

  • Kathrin Siebold Philipps-Universität Marburg
  • Karin Aguado Universität Kassel

DOI:

https://doi.org/10.17192/ziaf.2025.5.1.8958

Schlagwörter:

Intersubjektivität, sprachliche Praktiken, mündliche Paarprüfungen, L2-Interaktionskompetenz

Zusammenfassung

Die Studie untersucht Intersubjektivität als zentrale Facette von L2-Interaktionskompetenz in mündlichen Paarprüfungen im Deutschen als Fremdsprache. Basierend auf 21 simulierten Prüfungen mit Lernenden auf den Niveaus von A2 bis C1 werden sprachliche Praktiken analysiert, die zum Aufbau gemeinsamen Verständnisses beitragen. Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum niveauspezifischer Entwicklungen: von einfachen, oft aus der L1 übertragenen Hörersignalen auf den niedrigeren Niveaus bis zu differenzierten Rückmeldungen, elaborierten Ko-Konstruktionen und situativ eingebundenen Selbstreparaturen auf den höheren Niveaus. Die Befunde verdeutlichen, dass Interaktion in der L2 spezifische Anforderungen aufweist, die gezielt gefördert und in Prüfungsbewertungskriterien berücksichtigt werden sollten. Daraus ergeben sich Implikationen für Unterricht, Prüfungsdesign und zukünftige Forschung zu intersubjektiver Sprachverwendung in der L2.

Veröffentlicht

15-12-2025 00:00