Die Verfügbar- und Nachnutzbarhaltung von Forschungssoftware durch Quellcodearchivierung Herausforderungen und Möglichkeiten der Langzeitarchivierung von in wissenschaftlicher Forschung erstellter oder verwendeter Software

Die Rufe innerhalb der wissenschaftlichen Community, die Replizierbarkeit und z.T. auch Rezipierbarkeit von Forschungsdaten durch die Bewahrung des Zugriffs auf sowie der Lauffähigkeit von Forschungssoftware sicherzustellen, sind in den vergangenen Jahren spätestens mit der vielseits beklagten sogen...

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Sábháilte in:
Sonraí bibleagrafaíochta
Foilsithe in:Bausteine Forschungsdatenmanagement
Príomhchruthaitheoir: Höfel, Michael
Formáid: Artikel (Zeitschrift)
Teanga:Gearmáinis
Foilsithe / Cruthaithe: 2026
Ábhair:
Rochtain ar líne:Rochtain ar líne
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Cur síos
Achoimre:Die Rufe innerhalb der wissenschaftlichen Community, die Replizierbarkeit und z.T. auch Rezipierbarkeit von Forschungsdaten durch die Bewahrung des Zugriffs auf sowie der Lauffähigkeit von Forschungssoftware sicherzustellen, sind in den vergangenen Jahren spätestens mit der vielseits beklagten sogenannten ‚replicability crisis’ der Wissenschaft lauter und zahlreicher geworden. Allerdings weisen diese Appelle mehrheitlich einen blinden Fleck auf: Sie formulieren – nachvollziehbare wie unterstützenswerte – Anforderungen an den Erhalt von Zugang und Lauffähigkeit der Softwares, blenden jedoch allzu oft die technischen, organisatorischen, personellen und finanziellen Herausforderungen aus, die mit einer Nachnutzbarhaltung der Programme über einen langen, mitunter unbefristeten Zeithorizont verbunden sind. Der vorliegende Beitrag will zu einer archivfachlich fundierten, zugleich kritischen Sensibilisierung für diese Thematik beitragen, wobei der Fokus auf der Langzeitarchivierung, d.h. der dauerhaften vertrauenswürdigen Sicherung von Quellcode von Forschungsund Vermittlungssoftware liegen soll. Zunächst werden Vorzüge der Archivierung von Quellcode beschrieben, die aus dessen ‚Klartext’-Charakter resultieren, beschrieben (geringer Speicherplatzbedarf, fehlender Migrationsaufwand, Maschinen- und Menschenlesbarkeit), aber auch die intellektuellen Herausforderungen für das Archivpersonal (Stichwort ‚Coding Literacy’). In einem weiteren Schritt wird der Frage nachgegangen, welche potenziellen Probleme sich für die Sicherstellung der Lauffähigkeit langzeitarchivierter Software aus dem Textcharakter von Quellcode ergeben und inwiefern durch Quellcodearchivierung Emulationsbedarf lediglich in die Zukunft verlagert wird. Zuletzt wird auf den erhaltungsstrategischen Stellenwert von Quellcodeerhalt für die Langzeitarchivierung von Forschungs- und Vermittlungssoftware hingewiesen – sowohl als Baustein in einem ganzheitlichen Erhaltungskonzept wie auch als ‚Standalone’-Strategie.
ISSN:2626-7489
DOI:10.17192/bfdm.2026.1.8948